Ratgeber · Kosten · geprüft am 05.10.2026
Altersvorsorgedepot-Kosten: was der 1-%-Deckel wirklich bedeutet (und was nicht)
„Beim Altersvorsorgedepot sind die Kosten auf 1 % gedeckelt.“ Diesen Satz lese ich fast überall. Er ist nur zur Hälfte richtig. Auf dieser Seite erkläre ich, für welches Depot der Deckel gilt, wie du eine Gebührentabelle liest und warum eine große Null auf einer Anbieterseite noch keine günstige Altersvorsorge ist.
Zur Einordnung: 22 beobachtet / 15 Primär / 7 Prüfliste; 7×① / 5×② / 3×③ / 7×④. Kosten nennen wir nur mit Anbieter-Primärquelle und Abrufdatum. Konditionen veröffentlicht: Scalable Capital, Deutsche Bank, DWS, Sparkassen / Deka, flatex, Smartbroker+, quirion. DWS: laut Medieninformation Deutsche Bank 28.09.2026; DWS-Produktseite fehlt. Deka: BaFin-Vorbehalt.
Kurzantwort
- ·Der gesetzliche Deckel von 1,0 % Effektivkosten pro Jahr gilt nur für das Standarddepot.
- ·Für das freie Depot („Selbstentscheider“) gibt es keinen gesetzlichen Kostendeckel.
- ·1 % ist eine Obergrenze, kein Gütesiegel. Bei 5 % Rendite bleiben laut BMF-Beispiel nach 1 % Kosten 4 % übrig.
- ·Stand 05.10.2026 haben Scalable Capital, Deutsche Bank, DWS, Sparkassen / Deka, flatex, Smartbroker+, quirion Konditionen veröffentlicht (①). DWS: laut Medieninformation Deutsche Bank 28.09.2026; DWS-Produktseite fehlt. Deka: BaFin-Vorbehalt. Eine Gebührenübersicht ersetzt keinen vollständigen Effektivkostenausweis.
- ·Einen fairen Kostenvergleich gibt es erst, wenn Verträge zertifiziert und Effektivkosten veröffentlicht sind.
Vier Kostenebenen lesen
Wenn ich eine Gebührentabelle lese, gehe ich immer dieselben vier Ebenen durch. Für deine Rente zählt am Ende nur, was insgesamt pro Jahr vom Depot abgeht.
| Ebene | Was es ist | Worauf achten |
|---|---|---|
| 1. Konto-/Depotgebühr | fixe Kosten pro Jahr oder Monat | bei kleinen Depots prozentual stark, bei großen kaum |
| 2. Order- und Sparplankosten | Kosten je Kauf oder Verkauf | bei kleinen Sparraten macht schon ein Euro viel aus; Abo-Modelle mitrechnen |
| 3. Fondskosten (TER) | laufende Kosten im Fonds, stecken im Kurs | unsichtbar, aber jedes Jahr; Aktionen mit Enddatum |
| 4. Effektivkosten | alle Kosten zusammen als jährliche Renditeminderung | die einzige wirklich vergleichbare Zahl |
Ebene 1 – Depotgebühr. Eine feste Gebühr wirkt am Anfang, wenn das Depot klein ist, prozentual am stärksten. Später verschwindet sie fast. Darum sagt eine „0 € Depotgebühr“ über die Gesamtkosten nach 20 Jahren wenig.
Ebene 2 – Order und Sparplan. Hier lauern zwei Fallen. Erstens: kleine Beträge. Ein Kauf über 100 € mit 0,99 € Ordergebühr kostet knapp 1 % auf diesen Kauf. Zweitens: Abo-Modelle. Ein Orderpreis von 0 € „mit Abo“ ist nur so günstig wie das Abo selbst. Was ein Abo kostet, steht oft nicht in der Gebührentabelle des Produkts.
Ebene 3 – TER. Die Total Expense Ratio ist die laufende Kostenquote eines ETFs oder Fonds. Du zahlst sie nie sichtbar, sie fehlt dir aber jedes Jahr in der Rendite. Eine „0 % TER“-Aktion mit Enddatum ist eine Aktion, keine Dauer-Kondition.
Ebene 4 – Effektivkosten. Diese Kennzahl fasst Abschluss-, Vertriebs-, Verwaltungs- und Fondskosten zusammen und rechnet sie in eine jährliche Renditeminderung um. Nur sie ist zwischen Anbietern sauber vergleichbar. Und nur auf sie bezieht sich der gesetzliche Deckel.
Was in keiner Tabelle steht: Spreads, also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs, und Zuwendungen, also Provisionen, die ein Anbieter von Fondsgesellschaften erhält. Beides kann deine Rendite schmälern, ohne als Gebühr aufzutauchen. Scalable weist in seiner Fußnote selbst darauf hin, dass beides „ggf.“ dazukommt.
Der gesetzliche Deckel: Standarddepot vs. Selbstentscheider
Das BMF beschreibt das Standarddepot so: Der Anbieter legt vorvertraglich zwei Fonds fest, einen vorsichtigeren und einen chancenreicheren. Vor der Auszahlphase wird automatisch umgeschichtet. Die Effektivkosten dürfen höchstens 1,0 % pro Jahr betragen. Laut BMF ergibt sich zum Beispiel bei 5 % Rendite und 1 % Effektivkosten eine Netto-Rendite von 4 %.
Drei Punkte dazu, die oft untergehen:
- 1.Angebotspflicht. Jeder Anbieter geförderter Altersvorsorgeverträge muss ein Standarddepot anbieten. Ausgenommen sind nur reine Eigenheimrenten-Anbieter.
- 2.Kooperationsprodukt möglich. Ein Anbieter darf auch das Standardprodukt eines Kooperationspartners vertreiben. Das Standarddepot muss also nicht vom Haus selbst stammen.
- 3.Öffentlicher Träger. Ein Standarddepot in öffentlicher Trägerschaft ist gesetzlich möglich, braucht laut BMF aber eine Verordnung, die „derzeit noch nicht vorliegt“ (BMF-FAQ, abgerufen am 07.10.2026).
Daneben gibt es das freie Depot: Du wählst selbst aus der Positivliste zulässiger Anlagen. Hier gilt kein gesetzlicher Kostendeckel. Das kann günstiger sein als das Standarddepot – oder teurer. Du musst es selbst prüfen.
| Standarddepot | Freies Depot (Selbstentscheider) | |
|---|---|---|
| Auswahl | zwei Fonds vom Anbieter | du wählst aus der Positivliste |
| Umschichtung | automatisch vor Auszahlphase | selbst |
| Kostendeckel | max. 1,0 % Effektivkosten | kein gesetzlicher Deckel |
| Für wen | wer sich nicht kümmern will | wer Auswahl will und Kosten selbst prüft |
Auch die Frühstartrente ist laut Entwurf auf den Standarddepot-Vertrag beschränkt – dort gilt also ebenfalls der Deckel. Mehr auf der Seite Frühstartrente.
Was Scalable selbst veröffentlicht hat
Scalable Capital ist einer der Anbieter mit veröffentlichter Gebührenübersicht (Status ①). Die Tabelle von der Produktseite, wörtlich übertragen:
| Position | „Standard“ | „Selbst entscheiden“ |
|---|---|---|
| Konto und Depot | 0 € | 0 € |
| Sparpläne | 0 € | 0 € |
| Einzahlungen | 0 € | 0 € |
| Auszahlungen | 0 € | 0 € |
| Käufe und Verkäufe | 0 € | 0 € mit PRIME+ / 0,99 € mit FREE |
| ETFs | 0 % p.a. in 2027 | ab 0 % p.a. |
Fußnote wörtlich: „Ggf. zzgl. Spreads, Produktkosten und Zuwendungen. 0 % p.a. TER für ausgewählte ETFs bis 31.12.2027.“ Als Start nennt Scalable: „Das steuerlich geförderte Altersvorsorgedepot soll nach aktuellem Stand am 1. Januar 2027 starten.“ (Quelle: de.scalable.capital/altersvorsorgedepot, abgerufen 05.10.2026)
So lese ich das:
- ·Ebene 1 und 2 sind für Sparpläne null. Das ist eine echte, belegte Aussage. Einzelorders im Modell „Selbst entscheiden“ kosten mit FREE 0,99 €.
- ·Ebene 3 ist eine Aktion. Die Null bei den ETFs gilt für 2027 bzw. für ausgewählte ETFs bis 31.12.2027. Was ab 2028 gilt, steht nicht in der Übersicht. Scalable hat die Kosten ab 2028 noch nicht veröffentlicht.
- ·Ebene 4 fehlt. Eine Effektivkostenquote nennt Scalable dort nicht.
- ·PRIME+ ist ein Abo. Was es kostet, steht nicht in dieser Tabelle. Für den Vergleich musst du es mitrechnen, wenn du es nur wegen des Altersvorsorgedepots abschließen würdest.
Drittquellen nennen für Scalable ab 2028 bereits Prozentwerte. Wir übernehmen sie nicht, solange Scalable sie nicht selbst veröffentlicht. Status und Quellen: Scalable Capital im Monitor.
Was andere Kern-Anbieter (noch) nicht nennen
| Anbieter | Status | Eigene Kosten veröffentlicht? | Was stattdessen auffällt |
|---|---|---|---|
| ING | ② | nein | 50 € Startbonus für Neukunden |
| comdirect | ② | nein – Kosten werden „rechtzeitig vor Produktstart“ veröffentlicht | 50 € Early-Bird-Prämie |
| DKB | ③ | nein | nennt „maximal 1 %“ – das ist der gesetzliche Deckel, nicht die DKB-Gebühr |
| Trade Republic | ③ | nein, nur Startzusage | Portal-Gebühren nicht übernommen |
Zwei Dinge möchte ich betonen. Erstens: Ein Bonus ist keine Kondition. ING und comdirect haben Prämien angekündigt, aber keine Preise. Zweitens: Wer den Deckel nennt, nennt keine Kosten. Die „maximal 1 %“ der DKB gelten für jedes Standarddepot, egal bei wem. Details je Haus: ING · comdirect · DKB · Trade Republic.
Modellrechnung: 1 Prozentpunkt über 30 Jahre
Was macht ein Prozentpunkt Kosten über ein Erwerbsleben aus? Eine einfache Modellrechnung, keine Prognose.
Annahmen: 150 € Eigenbeitrag pro Monat, 30 Jahre, monatliche Einzahlung, konstante Rendite nach Kosten, ohne Zulagen, ohne Steuern, ohne Inflation.
| Rendite nach Kosten | Endwert (gerundet) | Differenz zu 5,0 % |
|---|---|---|
| 5,0 % p.a. | rund 122.000 € | – |
| 4,5 % p.a. | rund 112.000 € | rund −10.000 € |
| 4,0 % p.a. | rund 103.000 € | rund −19.500 € |
Eingezahlt sind in allen drei Fällen 54.000 €. Liest du die Zeilen als „gleiche Marktrendite von 5 %, aber 0 / 0,5 / 1,0 Prozentpunkte Kosten“, kostet ein voller Prozentpunkt im Modell fast 20.000 € – mehr als ein Drittel deiner Einzahlungen. Das ist genau der Abstand zwischen einem Depot ohne laufende Kosten und einem Standarddepot, das den Deckel voll ausschöpft.
Mit Zulagen wird der absolute Unterschied noch größer, weil auch die Zulagen weniger Rendite bringen. Deine eigenen Annahmen rechnest du im Rechner durch, die Zulagen-Seite dazu ist Förderung.
Was die Rechnung nicht zeigt: Rendite schwankt, Kosten können sich ändern, und Fondskosten sind nur ein Teil des Bildes. Die Tabelle zeigt nur die Größenordnung, warum ich Effektivkosten wichtiger finde als jede Schlagzeilen-Null.
Für Selbstständige: Kosten bei schwankenden Einzahlungen
Ich zahle als Solo-Selbstständiger nicht jeden Monat denselben Betrag. In guten Monaten mehr, im Herbst oft eine größere Summe, wenn klar ist, wie das Jahr läuft. Für die Kostenfrage heißt das: Bei mir zählt nicht nur der Sparplanpreis, sondern auch der Preis einer Einzelorder. Wenn ein Sparplan 0 € kostet, eine Einmalzahlung mit anschließendem Kauf aber eine Ordergebühr auslöst, ist das bei einer Zahlung im Jahr egal, bei zwölf einzelnen Käufen nicht.
Mein Vorgehen: Ich lege einen kleinen Sparplan als Untergrenze an (mindestens 30 € im Monat für die volle 50-%-Stufe der Zulage) und stocke zum Jahresende per Einmalzahlung bis 1.800 € auf. Ob eine Jahresend-Einzahlung noch dem laufenden Beitragsjahr zugeordnet wird, hängt vom Anbieter ab. Die Anbieter haben ihre Stichtage dafür noch nicht veröffentlicht. Mehr dazu im Leitfaden für Selbstständige.
Aktionen & Boni sind keine günstigen Kosten
Auf mehreren Anbieterseiten steht der Bonus größer als die Preisliste. Das ist Marketing, und zwar legitimes. Du solltest es nur sauber trennen:
- ·Staatliche Förderung (Grundzulage bis 540 €, Kinderzulage bis 300 € je Kind, Berufseinsteigerbonus 200 €) bekommst du bei jedem zertifizierten Anbieter gleich.
- ·Anbieter-Aktionen sind Vertriebsprämien mit Fristen und Bedingungen. Scalable verlost „540 € jährlich bis zur Rente“ als Gewinnspiel mit Teilnahmebedingungen – das ist keine Zusage für dich.
Faustregel: 50 € Startbonus gleichen bei einem Depot von 50.000 € einen Kostenunterschied von 0,1 Prozentpunkten in einem einzigen Jahr aus. Danach zahlst du die höheren Kosten jedes Jahr weiter. Bei 30 Jahren ist der Bonus also schnell aufgezehrt. Eine Prämie sollte höchstens das Zünglein an der Waage zwischen zwei sonst gleichwertigen Angeboten sein. Alle Aktionen mit Fristen stehen im Anbieter-Monitor.
Wie du Anbieter vergleichst, sobald Effektivkosten da sind
Sobald Verträge zertifiziert sind und Anbieter Effektivkosten veröffentlichen, gehe ich diese Checkliste durch:
- 1.Effektivkosten des Standarddepots – liegt der Anbieter deutlich unter dem Deckel von 1,0 % oder schöpft er ihn aus?
- 2.Effektivkosten im freien Depot – mit den ETFs, die du wirklich kaufen würdest, nicht mit dem günstigsten Werbe-ETF.
- 3.Nach der Aktion – was kostet es ab dem ersten Jahr ohne Sonderkondition?
- 4.Abo-Kosten – brauchst du ein Abo für günstige Orders, und was kostet es im Jahr?
- 5.Order vs. Sparplan – wie oft würdest du einzeln kaufen? Bei Einmalzahlungen zum Jahresende zählt der Orderpreis.
- 6.Fußnoten – Spreads, Produktkosten, Zuwendungen.
- 7.Wechselkosten – laut BMF muss der abgebende Anbieter nach fünf Jahren kostenfrei übertragen, der annehmende darf höchstens 150 € verlangen. Mehr unter Riester-Wechsel.
- 8.Zertifikat – ohne BZSt-Zertifikat keine Förderung. Siehe Zertifizierung.
Noten vergeben wir erst, wenn es etwas zu benoten gibt. Bis dahin gibt es bei uns keinen „Testsieger“ und keine Reihenfolge nach Gebühren.
Häufige Irrtümer
„Jedes Altersvorsorgedepot kostet maximal 1 %.“ Falsch. Der Deckel gilt nur für die Effektivkosten im Standarddepot. Im freien Depot gibt es keinen gesetzlichen Deckel.
„0 € heißt kostenlos.“ Falsch. 0 € Depotgebühr sagt nichts über Fondskosten, Spreads oder Abo-Kosten. Und eine 0-%-TER-Aktion endet bei Scalable am 31.12.2027.
„1 % ist doch günstig.“ Im Vergleich zu vielen alten Riester-Policen vielleicht. Im Vergleich zu einem breit gestreuten ETF ist 1 % viel. Die Modellrechnung oben zeigt: rund 20.000 € auf 54.000 € Einzahlung.
„Die 6.840 € sind der Kostenrahmen.“ Nein. 6.840 € ist die maximale Einzahlung pro Jahr, gefördert werden 1.800 €. Mit Kosten hat die Zahl nichts zu tun.
„Der Deckel, den der Anbieter nennt, ist seine Gebühr.“ Nein. Wer „maximal 1 %“ schreibt, zitiert das Gesetz.
„Der Bonus macht den Anbieter günstiger.“ Nur im ersten Jahr und nur bei kleinen Kostendifferenzen.
„Portale kennen die Gebühren schon.“ Manche Portale nennen Prozentwerte für Anbieter, die selbst noch nichts veröffentlicht haben. Diese Zahlen übernehmen wir nicht.
Kursiert, nicht übernommen: Prozentwerte zu Scalable-Fondskosten ab 2028, eine „Zielgebühr“ für comdirect sowie konkrete Effektivkosten weiterer Häuser aus Wettbewerber-Monitoren. Wir nennen die Werte bewusst nicht, damit sie nicht über unsere Seite weiterwandern. Sobald ein Anbieter sie selbst veröffentlicht, stehen sie im Monitor – mit Quelle und Datum.
Wie die Kosten im Verhältnis zu einem ungeförderten ETF-Sparplan stehen, steht im Vergleich Altersvorsorgedepot oder ETF-Sparplan?. Für Selbstständige mit Rürup-Option: AVD vs. Rürup.
Häufige Fragen
Kostet jedes Altersvorsorgedepot maximal 1 %?+
Nein. Der gesetzliche Deckel von 1,0 % gilt nur für die Effektivkosten im Standarddepot. Für das freie Depot, in dem du selbst auswählst, gibt es keinen gesetzlichen Kostendeckel. Und auch im Standarddepot ist 1 % eine Obergrenze, keine Garantie für günstig.
Welcher Anbieter hat schon Kosten veröffentlicht?+
Stand 05.10.2026: Scalable Capital, Deutsche Bank, DWS, Sparkassen / Deka, flatex, Smartbroker+, quirion (①). 22 beobachtet / 15 Primär / 7 Prüfliste; 7×① / 5×② / 3×③ / 7×④. DWS: laut Medieninformation Deutsche Bank 28.09.2026; DWS-Produktseite fehlt. Deka: BaFin-Vorbehalt. Details und Aktionslaufzeiten im Anbieter-Monitor.
Was sind Effektivkosten?+
Die Summe aller Kosten eines Vertrags – Abschluss, Vertrieb, Verwaltung, Fonds – umgerechnet in eine jährliche Minderung der Rendite. Sie ist die einzige Zahl, die Anbieter fair vergleichbar macht, und die einzige, auf die sich der 1-%-Deckel bezieht.
Zählt der Startbonus zu den Kosten?+
Nein. Ein Startbonus ist eine Vertriebsaktion des Anbieters mit Fristen und Bedingungen. Er senkt deine laufenden Kosten nicht. Bei 0,1 Prozentpunkten Kostenunterschied ist ein 50-€-Bonus bei 50.000 € Depot nach einem Jahr aufgebraucht.
Wann gibt es einen fairen Kostenvergleich?+
Wenn Verträge vom BZSt zertifiziert sind und die Anbieter Effektivkosten veröffentlichen. Verträge gibt es ab 01.01.2027. Zertifiziert ist nach unserem Stand noch kein Altersvorsorgedepot, der Zähler steht bei ★ = 0 (BZSt-Zertifikatsliste, geprüft am 07.10.2026). Mehr unter Zertifizierung.
Quellen & Stand
Alle Quellen abgerufen am 05.10.2026.
- ·BMF-FAQ zur Reform der geförderten privaten Altersvorsorge (Stand 05.05.2026) – Standarddepot, Effektivkosten max. 1,0 %, Beispiel 5 % − 1 % = 4 %, freies Depot ohne Deckel, Angebotspflicht, Kooperationsprodukt, öffentlicher Träger, Wechselkosten: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/FAQ/reform-der-privaten-altersvorsorge.html
- ·BGBl. I 2026 Nr. 156: https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2026/156/regelungstext.pdf
- ·Scalable Capital, Produktseite Altersvorsorgedepot (Gebührenübersicht, Fußnote, Start): https://de.scalable.capital/altersvorsorgedepot
- ·DKB, Altersvorsorgedepot: https://www.dkb.de/privatkunden/investieren/altersvorsorgedepot
- ·ING, comdirect, Trade Republic: Quellen und Prüfvermerke im Anbieter-Monitor
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